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Martin J. BeuthSamstag, 31. März 2012 von Martin J. Beuth

Zum Wörtchen „optimal“ - eine Begriffsdefinition!

Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich das Wort „optimal“ nicht höre oder geschrieben sehe. In Berichten, Interviews, im Zusammenhang mit Zielvorgaben und ganz besonders häufig in Besprechungen. Besonders beliebt ist es bei meiner Berufsgruppe, den Unternehmensberatern, dicht gefolgt von Managern und Führungskräften des oberen sowie mittleren Managements. Anscheinend sind sich die meisten dieser Personen nicht bewusst, dass ein „optimal“ verschiedenste Interpretationen zulässt.

Ich scheine nicht selten der Einzige zu sein, der über ein lapidar daher gesagtes „optimal“ ins Nachdenken kommt und schließlich eine Rückfrage an den Verfasser oder Redner stellt mit der Bitte um eine klare Begriffsbestimmung. Meistens werde ich dann ungläubig angeschaut – nach dem Motto: Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?

Das Wort „optimal“ ist für mich eine Phrase, eine Floskel, ein Lückenfüller, welche ich eindringlich zu vermeiden versuche. Wenn ich „optimal“ gebrauche, dann stelle ich eine Definition des Begriffs voran oder liefere eine Spezifizierung nach, sofern sich aus dem Kontext nicht eindeutig eine Erklärung ergibt. Ohne entsprechenden Kontext oder eine Definition bleibt die Aussage - egal ob schriftlich oder daher gesagt - schlichtweg schwammig und unprofessionell! Es fallen unnötige Rückfragen an, deren Beantwortung den Faktor Zeit weiter verknappt. Tun Sie sich selbst und anderen einen Gefallen: Definieren oder erläutern Sie immer das Wörtchen „optimal“!

Ja, das Wörtchen „optimal“ hat verschiedene Ausprägungen und muss daher auch definiert werden. Ad hoc fallen mir beispielsweise drei ein:

optimal“ - im Sinne einer Extremierung
Maximum: Wir wollen in dieser Zeitperiode eine maximale Ausbringungsmenge von …. erreichen! Oder Minimum: Wir wollen in diesem Projekt nur minimale Kosten in Höhe von ... zulassen!

optimal“ - im Sinne einer Satisfizierung
Es wird also ein Anspruchsniveau definiert, bei dessen Erreichen ein Zustand der Zufriedenheit eintritt. Wir sind zufrieden, wenn wir 5 Neukunden hinzugewinnen!

optimal“ - im Sinne einer Fixierung
Ein bereits erreichtes Ergebnis wird fixiert bzw. ein bestehendes Ergebnis wird festgeschrieben. Die erreichten Kostenstrukturen aus 2011 werden eingefroren und gelten auch für 2012!

Wie ergeht es Ihnen mit „optimal“? Haben Sie die Phrase „optimal“ bislang auch gedankenlos benutzt? Verfolgt Sie „optimal“ auch täglich? Fühlen Sie sich von „optimal“ verfolgt? Dann schaffen Sie jetzt für Abhilfe! Einen haben Sie mit Sicherheit auf Ihrer Seite: Mich! 

Infos zum Autor
Martin J. Beuth
Martin J. Beuth
Betriebswirt für med. Verwaltung, Gesundheitsökonom B.A., Personal & Business Coach (IHK), Fachwirt für Personalberatung & Personalvermittlung (IHK), Geschäftsführer

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