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Vergleich: Robot Recruiting und Personalberatung im Gesundheitswesen | praescio GmbH
Personalberater versus Robot
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Machen Robot Recruiter die Personalberater überflüssig?

High-Tech versus Old-School?

Die Digitalisierung hat auch für die Personalabteilungen im Gesundheitswesen eine immer größere Bedeutung. Personalakten werden digital geführt. Die Kommunikation mit Behörden oder Steuerberatern läuft über den elektronischen Datentransfer. Und auch im Bereich des Recruitings kommen immer mehr technische Innovationen auf den Markt, die für die meisten Unternehmen noch Neuland sind. Voll im Trend und heiß diskutiert wird das Robot Recruiting als Mittel gegen den Fach- und Führungskräftemangel im Gesunheitswesen:

Das herkömmliche Recruiting beansprucht sehr viel Zeit: Auswahl von Stellenbörsen, Stellenanzeigen texten, eingegangene Bewerbungen bearbeiten, Absagen verschicken, Telefoninterviews führen, Vorstellungsgespräche terminieren und einiges mehr. Häufig sind dies zusätzliche Aufgaben von Personalreferenten, denen jedoch im Tagesgeschäft die Zeit fehlt, sich ausgiebig mit der Materie zu beschäftigen. Oft ist es eine lästige und nervige zusätzliche Belastung.

Viele Unternehmen haben inzwischen darauf reagiert und die Position des Recruiters eingeführt, der sich ausschließlich mit dem Thema Personalbeschaffung befasst. Doch fehlt es hier an ausreichend geeigneten Fachkräften, die Recruiting sozusagen im Blut haben und die das Aufgabengebiet mit allen Facetten verstehen und ausfüllen. 

Da liegt die Idee nahe, die Personalplanung mit Hilfe des Robot Recruitings zu organisieren. Der Recruiter wird obsolet, und der Personalreferent hat nur noch eine minimale zeitliche Belastung. Er führt maximal das Bewerbungsgespräch und trifft die finale Auswahl. So werden Personalkosten gespart, Ressourcen effektiv und effizient eingesetzt.

Algorithmen und Menschenkenntnis

Einige Großunternehmen nutzen heute schon IT-gestützte Verfahren zur Auswahl von neuen Mitarbeitern. Das System verschickt Einladungen, übernimmt die Terminierung von Einstellungsgesprächen und führt standardisierte Interviews durch. Die Reise eines Kandidaten durch das Unternehmen bei dem er sich bewirbt, die Candidate Journey, wird immer technischer. 

Bewerber chatten mit Bots anstatt mit Personalern. Computer führen datenbasierte Analysen durch, bei dem die eingehenden Bewerbungen mit Hilfe von Algorithmen durchsucht werden. Nach definierten Kriterien (bspw. Schlagwörtern, Qualifikationen, Referenzen, bisherige Arbeitgeber, Wechsel) werden Kandidaten automatisch analysiert. Das sorgt einerseits für eine größere Passgenauigkeit, eine gerechtere Auswahl, spart Zeit und Geld. Auf der anderen Seite birgt es das Risiko, dass erstklassige Kandidaten aufgrund eines Formfehlers durch das Raster fallen und dem Unternehmen verloren gehen. Eine Maschine verfügt halt über keine Empathie - ihr fehlt das, was gute Personaler ausmacht: Bauchgefühl. Sie entscheidet rein nach Datenlage, welcher Kandidat für welche Vakanz geeignet ist und zum Bewerbungsgespräch zugelassen wird.

Roboter und Recruiter in Symbiose

Anders als in Amerika tut man sich in Deutschland mit dem Robot Recruiting noch schwer. Ein Grund ist sicherlich die Angst vor dem Datenmissbrauch. Ein anderer und nicht zu vernachlässigender Punkt ist der vorherrschende Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. In Zeiten von „War of Talents“ ist es fraglich, ob Roboter gebraucht werden, um die Handvoll Bewerbungen pro Vakanz zu sichten. Zumal die seltenen Spezialisten sowie Fach- und Führungskräfte wissen, welchen Marktwert sie haben. Sie können unter zahlreichen Jobangeboten frei wählen. Hier ist seitens der Personalleitungen Flexibiliät, Einfühlungsvermögen und Kreativität gefragt. Der Bewerber will umworben werden und keine offensichtlich standardisierten Mails eines Robots beantworten.

Gerade der am Stellenmarkt von der Arbeitgebermarke her unbekanntere Klein- und Mittelstand muss individuell und persönlich auf potentielle Kandidaten zugehen, um den eigenen Personalbedarf zu decken. Jeder interessierte Kandidat und Bewerber bedarf also einer individuellen Betrachtung und Kommunikation, damit es „menschelt“. Sympathie und Schnelligkeit haben ganz erheblichen Einfluss auf die Kandidatenentscheidung.

Es bedarf daher einer Robot-Lösung, die sich im höchstmaß individualisieren lässt, so dass der Kandidat nicht merkt, dass er es mit einem Robot-Recruiter zu tun hat. Darüber hinaus ist wohl die beste Lösung, wenn neben dem Roboter ein geschulter menschlicher Recruiter als Sparringspartner zum Einsatz kommt. Der Roboter übernimmt soviel adminstrative und zeitfressende Aufgaben wie nötig, so dass sich der Rekrutierende voll und ganz auf seine Kernkompetenz fokussieren kann.

Pro und Contra

Für viele Unternehmen ist es eine große Herausforderung die notwendigen Ressourcen aufzubringen, um einen modernen und zeitgemäßen Recruitingprozess bzw. eine Candidate Journey zu implementieren. Der Wunsch mit Robot Recruiting Einsparpotentiale zu erschließen ist verständlich, lohnt aber nur bei einem hohen Aufkommen an Bewerbungen oder wenn viele Standorte mit unterschiedlichsten Berufsbildern zu managen sind und der Personalbedarf kontinuierlich auf einem hohen Nivau ist.

Wer sich außerdem keinen Recruiter oder gar ein Recruiting-Team auf die Gehaltsliste setzen möchte, kann alternativ einen Personalberater mit dem ganzen oder teilweisen Recruitingprozess beauftragen bzw. mandatieren. Sie arbeitet dem Personaler zu und übernimmt einen wichtigen Teil der Candidate Journey: das Active Sourcing, das Schalten von Anzeigenkampagnen in Form von Multipostings und viralem Marketing, die Bewerberauswahl, Kandidateninterviews sowie das Talent-Pooling im Auftrag des Mandanten. Professionelle Personalberater bzw. Recruitingagenturen setzen bereits jetzt Robot-Recruiting-Lösungen ein und verfügen zudem über große, aktuell geführte Datenbanken und das entsprechende Know-how, um auch schwierigste Vakanzen zu besetzen. 

Für viele Klinken und Pflegeeinrichtungen gilt es abzuwägen, ob sich die Anschaffung einer Roboterlösung rechnet oder ob die Beauftragung einer Agentur weniger kostenintensiv als eigene Recruiting-Bemühungen sind. Zudem besitzen Pesonalberater viel Expertise in der Kandidatenauswahl und das bereits angesprochene Bauchgefühl. Sie finden, wenn es sein muss, auch schon mal die Nadel im Heuhaufen.

Die neue Recruiting-Welt hat bereits begonnen. In Deutschland ist die Zahl der teilnehmenden Unternehmen noch relativ gering, nimmt aber stetig zu, gerade wenn es um unterstützende und zeitsprarende Roboter-Lösungen geht. Gerade bei Unternehmen in Branchen wie dem Gesundheitswesen besteht dringend ein Nachholbedarf. Zudem bedarf der Fachkräftemangel in Zukunft neuer Rekrutierungsmethoden, wenn sich die vorhanden Recruiter voll auf ihre Kernkompetenz konzentrieren sollen. Fest steht: Stark nachgefragte Fach- und Führungskräfte in der Candidate Journey wollen emotional abgeholt werden, sie bevorzugen den persönlichen Kontakt zu Menschen – einem Personalreferenten oder einem internen bzw. externen Recruitingexperten. Daher muss eine Robot-Recruiting-Lösung von administrativen und statistischen Zeitfressern entlasten, damit dem Recruiter die notwendige Ruhe und Zeit verschafft wird zu "menscheln".

Fazit

Das Robot Recruiting kann gezielt und strategisch eingesetzt die Personalsuche erheblich erleichtern, wird aber auch in Zukunft keine Personalexperten oder Personalberater vollends ersetzen. Dem Robot kommt die Aufgabe zu, soviel Zeitresser und administrative Dinge zu übernehmen wie irgend möglich, damit die Ressource "menschlicher Recruiter" sich ganz auf seine originäre Tätigkeit fokussieren kann. Eine Personalberatung am Puls der Zeit wird inhouse auf modernste Robot-Recruiting-Lösungen zurückgreifen, um die besten Kanddiaten zu finden.

Über den Autor

Martin J. Beuth hat als Gesundheitsökonom B.A., Personal- und Business Coach und Fachkraft für Personalberatung und Personalvermittlung mit seinem Team eine Robot-Recruiting-Software namens „erin3“ selbst entwickelt. "erin3" wird auch von Kliniken und Pflegebetreibern gegen Lizenzgebühr erfolgreich eingesetzt, um Vakanzen schnell und kostengünstig zu besetzen. Er ist zudem Geschäftsführer der praescio GmbH, einem der führenden Personalberater im Gesundheitswesen. Die Robot-Recruiting-Software "erin3" wird einerseits von den Personalberatern der praescio GmbH selbst zur Rekrutierung von Fach- und Führungskräften im Gesundheitswesen erfolgreich genutzt und hilft zudem per Eignungsdiagnostik passende Kandidaten auszuwählen.

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