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Martin J. BeuthDonnerstag, 26. Januar 2012 von Martin J. Beuth

Neues Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen

In psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen werden derzeit voll- und teilstationäre Behandlungen mit abteilungsbezogenen tagesgleichen Pflegesätzen vergütet. In den nächsten Jahren soll eine Umstellung auf ein leistungsorientiertes und pauschaliertes Entgeltsystem (Psych-Entgeltsystem) erfolgen.

IST und SOLL...

In psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen werden derzeit voll- und teilstationäre Behandlungen mit abteilungsbezogenen tagesgleichen Pflegesätzen vergütet. In den nächsten Jahren soll eine Umstellung auf ein leistungsorientiertes und pauschaliertes Entgeltsystem (Psych-Entgeltsystem) erfolgen.

Warum ein neues Psych-Entgeltsystem?

Mit der Einführung des neuen Psych-Entgeltsystems will man weg von einer krankenhausindividuellen Verhandlung kostenorientierter Budgets und hin zu einer pauschalierten leistungsorientierten Krankenhausvergütung. Das Leistungsgeschehen soll damit transparenter werden.

Einführung des Psych-Entgeltsystems

Vorgesehen ist eine Ein- und Überführungsphase des Psych-Entgeltsystems. Diese erstreckt sich über eine vierjährige budgetneutrale Phase und eine fünfjährige Konvergenzphase - bis zum 1. Januar 2022 soll die Einführung abgeschlossen sein. Darüber hinaus werden Vergütungsvereinbarungen vorgegeben. Jedoch soll auch der medizinische Fortschritt berücksichtigt werden. Ferner sollen Ansätze zur Stärkung der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit und weitere begleitende Maßnahmen berücksichtigt werden.

Erfüllungsaufwand auf Seiten der GKV und der Krankenhäuser

Laut dem Nationalen Normenkontrollrate entsteht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2013 ein Umstellungsaufwand in Höhe von circa 300.000 Euro, zuzüglich eines jährlichen Aufwandes für Budgetverhandlungen. Für Krankenhäuser entstünde ein Aufwand von 3.430.000 Euro für die Jahre 2013 bis 2015, wiederum zuzüglich eines jährlichen Aufwandes für Budgetverhandlungen. Das Entgeltsystem soll vom Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus und den Selbstverwaltungspartnern auf Bundesebene bis zum 30.09.2012 entwickelt werden.

Was meinen Sie?

  • Wird die Umstellung für mehr Transparenz in der Entgeltabrechnung sorgen?
  • Wird sich die Versorgungsqualität (Ergebnisqualität) psychisch kranker Menschen verbessern?
  • Werden psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen durch das Gesetz existenziell gefährdet – wird es auch hier ein „Sterben“ geben?

Sagen Sie uns Ihre Meinung!

Weiterführende Links:

http://www.bundesrat.de/cln_152/nn_6906/SharedDocs/Beratungsvorgaenge/2012/0001-0100/0030-12.html?__nnn=true

http://www.gesundheitsstrukturreform.de/kassen/kassenprofil.pl?val=1327558009&sheet=pm&pm=128930613&kasse=39732072

Infos zum Autor
Martin J. Beuth
Martin J. Beuth
Betriebswirt für med. Verwaltung, Gesundheitsökonom B.A., Personal & Business Coach (IHK), Fachwirt für Personalberatung & Personalvermittlung (IHK), Geschäftsführer

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