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praescio beschreibt die Gründe für PDL-Fluktuation und Maßnahmen für dessen Reduzierung
Auswege aus der PDL-Fluktuation
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PDL Fluktuation? Was tun?

Die Fluktuationsrate der Pflegedienstleitungen (PDL) zu senken bedeutet Führungskräfte dauerhaft an sich zu binden. Wie soll das gelingen, wo doch das Schreckgespenst vom Pflegekräftemangel - das ebenso für gut qualifizierte Pflegedienstleitungen zutrifft - seit mehreren Jahren propagiert wird. Und die Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig.

Gründe, die die PDL-Fluktuation beeinflussen:

Gerade im derzeitigen Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist es so, dass eine Pflegedienstleitung schnell bereit ist zu einem anderen Unternehmen zu wechseln, weil das Risiko der Arbeitslosigkeit quasi nicht besteht. Demgegenüber wird sich in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine Pflegedienstleitung eher in Zurückhaltung üben. Abgesehen davon gibt es jedoch weitere Faktoren:

  • Schlechte Fachkraftquote und zu geringe Anzahl an beschäftigten Fachkräften in der stationären Pflege
  • Zusage einer teilweisen oder ganzen Freistellung aus der Pflege, die aufgrund fehlender Fachkräfte nicht eingehalten werden kann
  • Besetzung der Pflegedienstleitungsposition mit einem ungeeigneten Kandidaten, von dem man sich im Zeitverlauf wieder trennen muss
  • Eintritt in eine neue Lebensphase, wie Heirat, Geburt eines Kindes, Umzug des Partners aufgrund Arbeitsplatzwechsels
  • Umorientierung in beruflicher Hinsicht, beispielsweise Nutzen einer Karrierechance als Heimleitung, Pflegedienstleitung in einem größeren Unternehmen oder besssere Bezahlung, etc.
  • bessere Work-Life-Balance, tageweises Arbeiten im Homeoffice oder Homebased
  • uvm.

Gehalt der oft genannte...

...aber selten wahre Grund einer Kündigung

Das liebe Geld spielt vielen Umfragen zufolge gerade mal in einem Drittel aller Fälle eine Rolle! Gerade in sozialen- und pflegerischen Berufen Beschäftigten hat zwar die Entlohnung eine hohe Bedeutung, ist aber nicht das Maß aller Dinge. Weiche Faktoren wie Teamspirit und Kollegialität spielen eine zentralere Rolle.

Nachteile der PDL-Fluktuation

Eine hohe Fluktuation auf der Position der Pflegedienstleitung bringt schmerzhafte Nachteile mit sich:

  • Ständige Unruhe, Fluktuation auch unter Pflegefachkräften, Pflegehelfern etc. und damit verbunden zusätzliche Rekrutierungs- und Beschaffungskosten für die Suche nach neuen Mitarbeitern
  • Unter Umständen gehen langjährige Leistungsträger mit der PDL ebenfalls von Bord und es geht wichtiges Wissen verloren
  • Einarbeitungskosten für das Onboardung für eine neue PDL und/oder neue Fachkräfte
  • Zwang und zeitlicher Druck der kurzfristigen Nachbesetzung trotz PDL-Mangel aufgrund gesetzlicher Vorschriften
  • Die scheidende Pflegedienstleitung lässt sich arbeitsunfähig schreiben oder ist in der verbleibenden Zeit Ihrer Betriebszugehörigkeit nicht genauso produktiv wie zuvor
  • Schlechte oder halbherzige Übergabe an die neue nachfolgende Pflegedienstleitung
  • Geht vielleicht sogar ein langjähriger, versierter, angesehener Mitarbeiter, dann wird das die bestehende Teamstruktur entscheidend verhändern, es wird zu Demotivation und Verunsicherung bei Fachkräften kommen
  • uvm.

Man ist also gut darin beraten, eine hohe PDL-Fluktuation zu senken!

Maßnahmen zur Reduzierung der PDL-Fluktuation

Nutzen Sie die vakante Stelle der Pflegedienstleitung als Chance um ein „Business as usual“ auf den Prüfstand zu stellen. Eine neue PDL kann zu Beginn Ihrer Tätigkeit eine Außenperspektive einnehmen und kann Schwachstellen aufzeigen und Betriebsblindheit vorbeugen. Nutzen Sie dieses Potential! Hören Sie Ihrer neuen Pflegedienstleitung genau zu und bilden Sie mit ihr ein Team, welches neue und funktionierende Erkenntnisse und Trends in Ihr Unternehmen implementiert. Profitieren Sie von einem Wissenstransfer und brechen Sie aus schlechten Routinen aus. Machen Sie den Weg frei für Optimierungsmöglichkeiten. Dies wird zu einem Wettbewerbsvorteil führen, die Position Ihrer neuen PDL stärken und deren Unternehmenstreue erhöhen.

Gefragt ist eine regelmäßige Selbstreflexion bei den Führungskräften der Pflegedienstleitung. Auch die Führungsebene oberhalb der PDL muss in der Lage sein, den eigenen Führungsstil gegenüber der PDL zu hinterfragen.

Es ist einfacher durch gute Führung zufriedene Fach- und Führungskräfte zu halten als neue für sich zu begeistern!

Machen Sie sich klar was ihre PDL von ihnen erwartet und anders herum. Wenn sie wechselseitig nicht wissen was sie voneinander erwarten, dann werden sie den Erwartungen des anderen auch niemals gerecht werden. Den Erwartungsabgleich sollten Sie regelmäßig wiederholen. Dies wird die PDL-Fluktuation reduzieren.

Weitere Tools zur Redzierung der Fluktuation:

  • Pflegefachkraftquote: Tragen Sie Ihren Teil dazu bei, dass die Fachkraftquote immer erfüllt ist. Unterstützen Sie Ihre PDL bei der Fachkraftrekrutierung.
  • Klarheit und Kongruenz: Seien Sie klar, transparent und schlüssig in Ihren Entscheidungen. Stehen Sie zu dem, was Sie Ihrer PDL zusichern. Alles andere ist ein absolutes NoGo!
  • Aufstiegs- und Weiterbildungschancen: Ermöglichen Sie Ihren Pflegedienstleitungen sich weiterzuentwickeln. Bieten Sie weitere Karrierechancen. Treffen Sie sich dazu zu regelmäßigen Feedbackgesprächen, auch mal im inoffzielleren Rahmen.
  • Führungsstil: Beziehen Sie Ihre Pflegedienstleitung frühzeitig in Entscheidungen mit ein, gerade wenn diese die PDL-Position betreffen; informieren Sie regelmäßig und transparent. Seien Sie selbst Führungskraft, die Empathie und Interesse an der Führungskraft "PDL" lebt. Sie tragen damit deutlich zur Mitarbeiterzufriedenheit bei.
  • Homeoffice: Die Zeiten von ständiger Anwesenheit im Unternehmen ist vorbei. Auch in der Position der Pflegedienstleitung gibt es administrative Aufgaben, die Homeoffice-Tage anstelle von physischer Präsenz im Unternehmen rechtfertigen. Gerade bei längeren Anfahrtswegen ist es sinnvoll, Home Office oder auch flexiblere Arbeitszeiten anzubieten.
  • Arbeitsbedingungen: Auch der Arbeitsplatz der Pflegedienstleitung muss mit allem ausgestattet sein, was benötigt wird. Lassen Sie ruhig ein Stück "wünsch Dir was" zu, wenn dies dazu führt das der Arbeitsplatz für die PDL optimal und anspruchsgerecht bzw. motivierend ausgestattet ist.
  • Vergütung: Eine angemessene und faire Vergütung Ihrer Pflegedienstleitung ist auch eine Form der Wertschätzung. Wer aber nur des Geldes wegen zu Ihnen wechselt, der verlässt Sie auch wieder wegen des Geldes. Insofern darf das Gehalt nicht der einzige Grund sein, warum eine gute PDL bei Ihnen arbeiten will. Denken Sie bei der Gehaltsverhandlung auch an individuelle Ausgestaltung der Bezahlung durch eine Nettolohnoptimierung etc.
  • Wertschätzung: Pflegen Sie aber vor allem einen wertschätzendem Umgang mit Ihrer Pflegedienstleitung; es zählt wie Sie bestimmte Werte vorleben: Lob und Anerkennung, aber auch konstruktive Kritik gehören auf jeden Fall dazu und tragen zu einem guten Betriebsklima bei.

Über praescio

Headhunter und Personalberater für Pflegedienstleitungen

Das Kerngeschäft der praescio GmbH ist die Direktvermittlung von Fach- und Führungskräften in feste Arbeitsverhältnisse (KEINE ZEITARBEIT) im Gesundheitswesen. Die Kosten für unsere Dienstleistung trägt immer der Arbeitgeber - unser Service kostet Sie als Kandidat keinen CENT! Als Brancheninsider kennen wir die Berufsbilder und die damit verbundenen Anforderungen. Die Zusammenarbeit mit uns verläuft stets diskret und vertraulich. Wir stellen Sie erst unseren Mandanten vor, nachdem Sie uns Ihr O.K. dazu gegeben haben.

Nachstehend finden Sie ausgewählte Stellenangebote als Pflegedienstleitung:

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