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Martin J. BeuthFreitag, 2. März 2012 von Martin J. Beuth

GKV-Arzneimittelausgaben 2011

Die Entwicklung der GKV-Arzneimittelausgaben seit 2001 bis 2011 sowie Arzneiverordnungen und Umsatz im GKV-Fertigarzneimittelmarkt von 1991 bis 2010.

Entwicklung der GKV-Arzneimittelausgaben

Laut einer Schätzung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sind die Ausgaben für Arzneimittel der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2011 niedriger als im Vorjahr. Im Jahr 2011 beliefen sie sich voraussichtlich auf 27,1 Mrd. Euro. Im Jahr 2010 waren es noch 30,2 Mrd. Euro. Bereits die Ausgaben der ersten drei Quartale im Jahr 2011 haben auf einen deutlich negativen Trend gegenüber 2010 hingewiesen. In den ersten drei Quartalen beliefen sich die Arzneimittelausgaben auf insgesamt 21,66 Mrd. Euro und waren damit im Vergleichszeitraum um circa 6,2% geringer (2010 – 23,03 Mrd. Euro). Nachstehende Abbildung stellt die Entwicklung der Arzneimittelausgaben der GKV seit 2001 grafisch dar.

ABDA gibt zudem an, dass die durch Rabattverträge erzielten Einsparungen der GKV in der Schätzung noch nicht berücksichtigt seien.

In der Abbildung ist deutlich zu sehen, dass das GKV-Modernisierungsgesetz im Jahr 2004 deutliche Auswirkungen auf die Arzneimittelausgaben hatte. So wurden die Ausgaben für Arzneimittel im Jahr 2004 auf unter 22 Mrd. Euro gedrückt. In den Folgejahren war dann jedoch wieder bis zum Jahr 2010 eine kontinuierliche und regelmäßige Ausgabensteigerung gegenüber dem jeweiligen Vorjahr zu verzeichnen.

Arzneiverordnungen und Umsatz im GKV-Fertigarzneimittelmarkt

Die nachstehende Grafik zeigt, dass seit 1991 der Umsatz im GKV-Fertigarzneimittelmarkt – mit nur wenigen Einbrüchen - kontinuierlich angestiegen ist. Der Einbruch in 2004 ist wiederum auf das GKV-Modernisierungsgesetz zurückzuführen, mit dem eine weitgehende Ausgrenzung der rezeptfreien Arzneimittel aus der Erstattungspflicht eingeführt wurde. Seit 1991 war die Anzahl der Verordnungen von Arzneimitteln rückläufig, doch seit 2004 nimmt diese wieder zu.

Was meinen Sie:

Wird eine ähnliche Entwicklung wie 2004 auch ab 2012 eintreten? Warum steigt die Anzahl der Arznei-Verordnungen seit 2004 bzw. 2006 wieder, wo diese doch seit 1991 rückläufig war?

Infos zum Autor
Martin J. Beuth
Martin J. Beuth
Betriebswirt für med. Verwaltung, Gesundheitsökonom B.A., Personal & Business Coach (IHK), Fachwirt für Personalberatung & Personalvermittlung (IHK), Geschäftsführer

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